Allergologie

Unter Allergie versteht man eine Überreaktion des Immunsystems auf Umweltstoffe, z. B. Pollen, Tierhaare, Medikamente, Nahrungsmittel. In den letzten Jahrzehnten haben Allergien deutlich zugenommen und sind inzwischen eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Eine Allergie verursacht u.U. eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität und sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden, sonst können die Beschwerden zunehmen und Erkrankungen, wie z.B. Asthma entstehen.

Ein Allergieverdacht besteht u.a. bei:

  • juckender, verschwollener, laufender Nase mit Niesreiz
  • tränenden, geröteten Augen, Gesichtsschwellung
  • Hustenreiz und Atemnot
  • Hautausschlägen

Im Rahmen der Allergiediagnostik werden durch einefundierte Anamnese die in Frage kommenden Allergenezunächst eingegrenzt. Anschließend erfolgt ein Allergie-nachweis mittels eines geeigneten Testverfahrens.

In Frage kommen dabei:

  • Prick-Test: standardisierte Allergentestlösungen werden auf den Unterarm aufgetragen, unter die Haut „geprickt“ und die Reaktion abgelesen
  • Prick-to-Prick Test: das vermutete Allergen (z. B. Apfel) wird geprickt, dann die Nadel in die Haut des Patienten eingeführt und die Reaktion abgewartet
  • Intracutantest: das Allergen wird mit einer dünnen Nadel in die Haut injiziert
  • Reibetest: nach Einreiben/Aufkleben des Allergens in/auf die Haut erfolgt ein Reaktionsnachweis
  • Immunglobulin E -Test: hierbei wird Blut auf allergenspezifische Antikörper untersucht
  • Provokationstests: durch Einbringen des Allergens in die Nase oder die Bindehaut des Auges kann eine allergische Reaktion nachgewiesen werden

Ist eine Allergie festgestellt, entscheiden wir gemeinsam – nachdem ich Ihnen die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt habe – über die für Sie passende Therapie.

Zur kombinierbaren Auswahl stehen:

Allergenkarenz: eine Vermeidung des betreffenden Allergens, ist meist nur bedingt möglich

Symptomatische Therapie: eine rein medikamentöse Behandlung mittels Sprays, Tropfen oder Tabletten für leichte Allergien mit geringen Symptomen oder bei Kontraindikation bzw. Ablehnung einer Hyposensibilisierung

Hyposensibilisierung: die Standardtherapie für Pollen- und Milbenallergiker, kann als Tropfen-, Tabletten- oder subkutane Injektionstherapie erfolgen

Akupunkturbehandlung: insbesondere bei Pollenallergikern und bei akuten Beschwerden sehr effektiv, kann den Medikamentenverbrauch zur Symptomreduktion deutlich mindern.